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Alarmstufe Rot gab's gestern Nacht im Marchfelderhof, dessen uralte Mauern im Laufe von mehr als 150 Jahren ja so Einiges gewöhnt sind: Eine russische Galanacht mit einem fast 40-köpfigen Don-Kosaken-Chor - eigens eingeflogen aus dem gut 2.000 km entfernten Krasnodar - in unglaublichen historischen Kostümen. - Mit dabei: Eine gewaltige Abordnung bestehend aus Ministern, Präsidenten, Exzellenzen, Millionären, Oligarchen, schwerreichen Ölmagnaten. - Und sogar die gesamte eigene Ballett-Compagnie des wohl reichsten russischen Ölstaates am kaspischen Meer, dessen Kultur-Guru kein geringerer als JURI GRIGOROWITSCH, der legendäre, jahrzehntelange Direktor des weltberühmten BOLSCHOI-THEATERS ist. Nachdem eben dieser - wohl bedeutendste lebende Choreograf - demnächst seinen 80er begeht, waren auch die Größen und Legenden des Wiener Staatsopernballetts mit von der Partie: Die Primaballerinen GISELA CZECH, GERLINDE DILL, TERRY MUSIL, SUSANNE KIRNBAUER, die Solotänzer KARL MUSIL und PAUL VONDRAK sowie der jetzige Staatsopern-Solotänzer und Publikumsliebling GREGOR HATALA. - Sie alle kamen, um Grigorowitsch, der einstens oft an de Wiener Staatsoper gastierte, ihre Referenz zu erweisen. Eingefleischte aristokratische Ballettomaninnen à la ULRIKE VON HABSBURG-LOTHRINGEN, MARIANA RAZUMOVSKY, Baronin MICHELLE DE MILLARD und Baronesse ESTHER DE ROTHSCHILD, die im letzten Moment wegen plötzlicher Indisposition abgerauscht ist, sowie ein kleines Heer an Wiener Szenepromis verspeisten genüsslich die mit Zucker-Ballett-Spitzenschuhen garnierte Riesentorte, der zu Ehren von Grigorowitsch zu guter Letzt ein fulminantes "Mädchen aus der Torte" entstieg. Ein Schokoladebrunnen mit weißer und dunkler belgischer Schokolade, eine fashionable Rothschild-Weindegustation, ein Riesenglas Caviar als "Herrenspende", eine mitternächtliche Schwanensee-Parodie und - no na - Wodka - ließen's im Handumdrehen 4 Uhr früh werden. - - Nastrowje!!! |













